| Kleiner Rundgang durch die Mindelheimer Altstadt |
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Sehenswürdigkeiten
01 - Unteres Tor
02 - Jesuitenkirche
03 - Imhofgasse (Stadtmauer)
04 - Skulpturenpark
05 - Europabrunnen
06 - Gefängnisturm
07 - Oberes Tor
08 - Pfarrkirche St. Stephan
09 - Rathaus & Marienplatz
10 - Einlaßtor
11 - Silvesterkirche
12 - Collegturm
13 - Museen im Jesuitenkolleg
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Zum Start unseres Rundganges betreten wir die Mindelheimer Altstadt durch Ihr ältestes Tor. Das 1263 erstmals erwähnte wuchtige Untere Tor (1) wirkt aufs Erste wie ein Kirchturm, auch wenn es zu keiner Zeit einen solchen Zweck erfüllte.
Die angrenzende Jesuitenkirche (2) hat gottlob ihren festlichen barocken Innenraum bewahrt. Seit der letzten Renovierung zeigt sie sich wieder in der üppigen rosa-gelb-weiß und goldenen Farbgebung von 1727. Drei mächtig aufrauschende Altäre ziehen die Blicke nach vorne in den langgestreckten Chor. Im Langhaus verklammern rhythmisch schwingende Emporen mit filigranen Brüstungen spielerisch die Strebepfeiler.
Wir biegen rechts in die Fuggerstraße und kommen so durch die schmalbrüstigen Seitengäßchen, in denen sich die Gebäude im Schutz der Mauern eng aneinanderreihen. Am Beginn der Imhofgasse ist ein Teil dieser ehemals ganz Mindelheim umreichenden Stadbefestigung (3) zu sehen.
Den Gefängnisturm schon in sichtweite verlassen wir die Imhofgasse rechts über die Treppe in einen kleinen Park, in welchem sechs Skulpturen (4) der Künstlerin Astrid Rudolph-Hilleke zu sehen sind.
Wenige Schritte entfernt liegt der Kreisverkehr mit dem Europabrunnen (5) in seiner Mitte. Den Brunnen zieren die Wappen der Mindelheimer Partnerstädte.
Direkt daneben steht der Malefiz- oder Gefängnisturm (6), dessen älteste Teile wohl noch aus dem 14. Jh. stammen dürften. In ihm wurden die "Maleficanten", also die Straftäter, hinter Schloß und Riegel gebracht. Neben dem Turm befindet sich eine Treppe, die uns wieder zurück in die Imhofgasse führt.
Von dort aus kommen wir zum Oberen Tor (7). Das 1337 erstmals erwähnte Bauwerk erhielt seine heutige Gestalt um 1500. Noch bis 1870 schloß es die Stadt nach Osten hin mit einer Bastion auf halbkreisförmigem Grundriß und dem ehemals wassergefüllten Stadtgraben ab. Wegen seiner Fasnachtsverkleidung ist es auch das berühmteste Stadttor Mindelheims.
Durch das Tor hindurch halten wir uns links und kommen so zu der äußersten Nord-Ostecke der alten Stadtumfriedung mit dem Mindelheimer Stadtgraben und der imposanten, 1409 gegründeten, Pfarrkirche St. Stephan (8) mit ihrem hochragenden Turm. Mit mehreren Umbauten seit 1862 versuchten die Mindelheimer ihre Pfarrkirche immer wieder den wechselnden Geschmacksrichtungen der jeweiligen Gegenwart anzupassen. So bietet sich heute der barocke Außenbau im Inneren eher spröde dar. Ein sicheres Gespür hat jedoch bedeutende Zeugnisse der Kunst und Frömmigkeit vor der Zerstörung bewahrt. So auch die herrlichen Grabsteine des Erbauers der Kirche, Herzog Ulrich von Teck (+ 1432) und seiner beiden Gemahlinnen.
Es geht zurück zur Maximilianstraße die von stolzen Bürgerhäusern Mauer an Mauer gesäumt wird. Im Zentrum beherrscht das Rathaus (9) mit seiner phantasievollen Fassade aus dem Jahr 1897 den Marienplatz. Seit 1903 steht an der Süd-Westecke des Rathauses die lebensgroße Darstellung Georgs von Frundsbergs (+ 1528).
Durch die Fussgängerzone kommen wir zum malerischen Einlaßtor (10), auch Westernacher Tor genannt. Das 1469 bezeugte Tor, gewährte früher Spätheimkehrern auch nach Torschluß noch gegen einen Obolus Einlaß.
Unser nächstes Ziel ist von hier aus schon zu sehen. Über die Kirchgasse und dann gleich nach links gelangen wir zur Silvesterkirche (11) mit ihrem schönen und hohen Turm. Die Kapelle ist ein Stiftung Annas von Polen aus dem Jahre 1409. Im Zuge der Säkularisation wurde sie 1804 geschlossen und erlebte seither ein wechselvolles Schicksal. Seit 1979 befindet sich im Untergeschoß und im Turm das Schwäbische Turmuhrenmuseum, im Obergeschoß der Silvestersaal.
Weiter geht es durch die Gerberstraße und an deren Ende links in die Hermelestraße. Dort befindet sich an der Nordwestecke der ehemaligen Stadtbefestigung der um 1500 erbaute Collegturm (12).
Zum letzten Ziel unseres Rundganges sind es jetzt nur noch wenige Schritte. Im einstigen Jesuitenkolleg (1627-1671) befindet sich das "Schwerpunktmuseum" des Bezirks Schwaben, mit drei Museen (13) ganz unterschiedlicher Ausrichtung.
Zusammenstellung: Christian Schedler M.A. --- Realisierung und Bilder: Christoph Csokas
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