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Heimenegg ist seit 1965 nach Mindelheim eingemeindet. Im Ortsteil lebten 2005 insgesamt 89 Bürger.

Im südöstlich der Stadt gelegenen Ortsteil hatten sich bereits ab der Mitte des 13. Jh. die Dienstmannen der Mindelberger, die Herren der alten Burg, nieder- gelassen.

Das heutige Straßendorf wird durch seine stattlichen Bauernhöfe bestimmt, die auch die Kapelle St. Wen- delin umgeben. Diese wurde um 1700 errichtet, vielleicht durch Thomas Natter, dem Mindelheimer Stadtbaumeister. Noch heute besitzt die Kapelle Fresken aus der Erbauungszeit.

 



Das südlich von Mindelheim gelegene Gernstall wurde zusammen mit den Ortsteilen Unggenried, Vogelhäuser und St. Georgenberg 1971 nach Mindelheim eingemeindet, gehörte aber bereits seit langer Zeit als Filiale zur Pfarrei St. Stephan in Mindelheim. 2005 hatten Gernstall und Unggenried zusammen 149 Bürger.

Erstmals wird der Ort 1295 im Zusammenhang mit einem Tausch eines Wirtschaftshofes erwähnt, als dieser von den Schwiggern von Mindelberg auf die Mindelheimer Augustiner-Eremiten überging. Als Besonderheiten besitzt Gernstall die Kapelle "Zu den Sieben-Schmerzen-Mariens" aus dem 18. Jh. und eine Weihermühle, die schon 1616 bekannt war.

Neben den großen Fischweihern Unggenrieds ist die dortige Kapelle, die dem hl. Franz von Paula geweiht ist, eine Besonderheit des Ortsteils. In der 2. Hälfte des 18. Jh. war sie Ziel einer regen Wallfahrt. An den Kapellenbau westlich anschließend, stand das ehemalige Eremitenhaus. Der Ort "Vogelhäuser" besteht aus zwei Gehöften, die südlich des Waldstückes Tiergartens liegen.

 

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Ortschronik Gernstall41.13 KB

Heimenegg ist seit 1965 nach Mindelheim eingemeindet. Im Ortsteil lebten 2005 insgesamt 89 Bürger.

Im südöstlich der Stadt gelegenen Ortsteil hatten sich bereits ab der Mitte des 13. Jh. die Dienstmannen der Mindelberger, die Herren der alten Burg, nieder- gelassen.

Das heutige Straßendorf wird durch seine stattlichen Bauernhöfe bestimmt, die auch die Kapelle St. Wen- delin umgeben. Diese wurde um 1700 errichtet, vielleicht durch Thomas Natter, dem Mindelheimer Stadtbaumeister. Noch heute besitzt die Kapelle Fresken aus der Erbauungszeit.

 

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Ortschronik Heimenegg50.4 KB


Südöstlich Mindelheims liegen der Ortsteil Mindelau mit den Orten Jägersruh und Katzenhirn, die seit 1976 nach Mindelheim eingemeindet sind. 2005 lebten hier 360 Bürger.

1075 wird "Mindilowa" (Mindelau) erstmals urkundlich erwähnt. Über die Jahrhunderte hinweg hatte es viele Besitzer. Als die heutige Pfarrkirche St. Jakobus d. Ä. 1713 erbaut wurde, gehört die Herrschaft Mindelheim dem Earl of Marlborough. Kirche und Kirchturm bestimmen auch heute noch das Dorfbild. Die sich südlich an das Kirchengebäude anschließende Grabkapelle wurde erst 1858 errichtet.

Fährt man auf der Staig, der Hauptstraße Mindelaus weiter in Richtung Bad Wörishofen, erreicht man Jägersruh, ein beliebtes Ausflugsziel, da Rad- und Wanderwege zum Erkunden der näheren Umgebung nur allzu verlockend einladen.

Über die Staig kann man auch Katzenhirn erreichen. Der Ort besitzt eine Martinskapelle aus dem 18. Jahrhundert.

 

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Chronik Mindelau95.39 KB

Der Ortsteile Nassenbeuren und der Ort (Kloster) Lohhof gehören seit 1978 zu Mindelheim. Sie liegen nordöstlich der Stadt und stellen (2005) mit 845 Bürgern zusammen den größten Ortsteil dar.

Erste Siedlungsspuren haben sich aus der Hallstattzeit (8.-5. Jh. v. Chr.) erhalten. Bei Grabungsarbeiten fand man unter der heutigen Kirche St. Vitus Reste einer römischen Badeanlage, die zu einer Villa rustica gehörten. Erst für 1105 sind urkundliche Unterlagen erhalten. Der Kirchenbau von St. Vitus wurde 1739 umgestaltet und vergrößert. Die erhaltene Ausstattung des Innenraums stammt aus drei Zeitperioden, dem 17., 18. und 19./20. Jh. Der Pfarrhof kam 1796 dazu. In ihm hat heute der Kindergarten sein Domizil gefunden.

Zu erwähnen ist, dass 1791-1795 Christoph von Schmid, der große Volksaufklärer und Komponist des Weihnachtsliedes "Ihr Kinderlein kommet ... " Kaplan in Nassenbeuren war.

Die zum Ort gehörende Wiesmühle an der Mindel wurde bereits 1457 in den Urkunden erwähnt. Zum Gemeindebereich gehört auch die katholische Wallfahrtskapelle Maria Schnee. 1655 wurde eine kleine Kapelle für das Gnadenbild errichtet, jedoch schon 1701/03 in heutiger Größe und Form umgebaut. Sie besitzt eine reiche gemalte Innenausstattung.

Zur Pfarrei Nassenbeuren gehört das Kloster Lohhof. 1363 erstmals erwähnt, hatten die Dominikanerinnen von Wettenhausen dort eine Filiale gegründet und 1903-1907 Kirche und Klostergebäude neu erbauen lassen. Die Textilwerkstatt der Ordensfrauen war etwas ganz besonderes. Seit ein paar Jahren wird das Kloster Lohhof von der "Kompass Drogenhilfe GmbH" genutzt.

www.nassenbeuren.de

 

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Ortschronik Nassenbeuren58.25 KB

Oberauerbach wurde 1978 nach Mindelheim eingemeindet und liegt westlich der Stadt. Es hatte 2005 insgesamt 373 Bürger.

In den Urkunden aus dem Ende des 11. Jh. wurde es als "Urbach" und in jenen ab 1300 als "Ober Urbach" bezeichnet. Noch vor 20 Jahren bewirtschafteten viele Landwirte Grund und Boden, heute gibt es nur noch wenige, die die Landwirtschaft im Haupterwerb betreiben.

Das geistliche Zentrum des Ortes bildet die Pfarrkirche St. Mauritius, die um 1500 errichtet wurde. 1753 gestaltete man den Innenraum der Kirche um. Die Ausstattung stammt aus verschiedenen Zeiten.

Zur Pfarrei gehören auch Unterauerbach und Stetten.

 

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Unterauerbach wurde 1976 nach Mindelheim eingebürgert. 2005 lebten dort 164 Bürger.

In der Filialkirche St. Michael begegnet uns ein Bau, der in der Spätgotik errichtet und 1720 umgebaut wurde. Auch heute beherbergt die Kirche eine "bemerkenswerte einheitliche und reiche Ausstattung in bäuerlich kräftigen Barockformen" (Dehio).

 

Der Ortsteil Westernach mit den Orten Bergerhausen und Doldenhausen wurden 1976 nach Mindelheim eingemeindet und liegt nordwestlich der Stadt. 2005 lebten hier 326 Bürger.

Durch Heinrich von Westernach, der im Dienste der Augsburger Bischöfe stand, erfahren wir 1258 erstmals von der Existenz des Ortes.

Auf dem Weg von Mindelheim nach Westernach stehen die St.-Anna-Kapelle und die Feldkapelle St. Johann Baptist am Wegesrand. Letztere wurde zwischen 1753 und 1760 errichtet und ausgestattet.

Die Pfarrkirche St. Andreas von Westernach ist älter, da der Chor bereits um 1500 erbaut wurde. 1666 fügte man das barocke Langhaus an und 1731 und 1858/59 erfolgte jeweils ein Umbau.

In Bergerhausen versammeln sich wenige Häuser um das Straßenkreuz.

Doldenhausen, nördlich von Westernach gelegen, wird 1258 erstmals urkundlich erwähnt. Auch dieser Ortsteil besitzt eine Kapelle. Ihre Innenausstattung stammt aus der Mitte des 17. Jahrhundert.

www.vereinsheim-westernach.de

 

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