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Stadt Mindelheim


 

Hoch über der Stadt erhebt sich die weitläufige Anlage der Mindelburg. Mit wehrhaften Rundbastionen, Toren und Gräben, Vorburg und Hauptburg entspricht sie den Vorstellungen einer mittelalterlichen Burg.

Ehemals war sie Sitz unter anderem der Herzöge von Teck und der Familie Frundsberg, deren bekanntestes Mitglied Georg I. von Frundsberg, der "Vater der Landsknechte" war.

Die Innenräume sind zwar nicht zu besichtigen, doch ein Spaziergang in der ausgedehnten Burganlage mit dem tiefen Brunnen und dem Burgfried (geöffnet April bis Oktober) sind zu jeder Jahreszeit ein lohnendes Erlebnis.

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Mindelheim lädt Sie ein zum Stelldichein der Sinne. Spazieren Sie entlang der farbenfrohen Fassaden einstiger Bürgerhäuser, in denen heute Geschäfte ihre Waren anbieten.

Lassen Sie sich bei einer Wanderung entlang der ehemaligen Stadtbefestigung von künstlerischen Details und romantischen Winkeln überraschen oder genießen Sie einfach das historische Ensemble in einem der gemütlichen Restaurants und Cafés.

 

 

St. Stephan-Kirche
An der äußersten Nord-Ostecke der alten Stadtumfriedung erhebt sich die imposante, 1409 gegründete, Pfarrkirche St. Stephan mit ihrem hochragenden Turm. Mit mehreren Umbauten seit 1862 versuchten die Mindelheimer, ihre Pfarrkirche immer wieder den wechselnden Geschmacksrichtungen der jeweiligen Gegenwart anzupassen. So stellt sich heute der barocke Außenbau im Inneren eher spröde dar. Ein sicheres Gespür hat jedoch bedeutende Zeugnisse der Kunst und Frömmigkeit vor der Zerstörung bewahrt. So auch die herrlichen Grabsteine des Erbauers der Stadtpfarrkirche, Herzog Ulrich von Teck (+ 1432) und seiner beiden Gemahlinnen.
 
Jesuitenkirche
Die spätbarocke Jesuitenkirche Mariä Verkündigung zählt zu den bedeutendsten Sakralbauten Schwabens mit ihren prächtigen Altären und der eleganten Rokokokapelle Franz-Xaverius. 1264 wurde hier die erste Klosterkirche der Stadt für Augustinereremiten errichtet. 1618 übernahmen die Jesuiten Kloster und Kirche. 1625/26 erfolgte ein frühbarocker Um- und Neubau und 1721/22 eine totale Neugestaltung des Innenraums im Stile des späten Barock. Die jährliche Präsentation der bemerkenswerten "Jesuitenkrippe" (Dezember und Januar) im Chorraum ist eine vielbewunderte Bereicherung der Kirche.
 
Neben dem Friedhof an der Gabelsbergerstraße erhebt sich zwischen zahlreichen alten Buchen in einem prachtvollen Park, die durch das Baugeschäft Samuel Striebl errichtete evangelische Kirche. Sie wird als „schlichter Bau, außen in neuromanischen, innen in neugotischen Formen gehalten mit eingezogenem niedrigerem Chor“ (Friedrich Zoepfl) gewürdigt. Am 30. Oktober 1898 wurde der Kirchenbau nach vielen Hindernissen endlich feierlich eingeweiht.
 
Silvesterkirche
Die Silvesterkirche im Nordwestviertel der Altstadt wurde der Überlieferung nach 1409 durch Herzogin Anna v. Teck erbaut. Der "Kappelturm" beherrscht mit 48 m Höhe das Stadtbild, der viereckige Unterbau des Turmes zeigt sich in seiner gotischen Gestalt. Nach einer umfassenden Sanierung 1977/79 wurde in den Erdgeschossräumen und im Turm das "Schwäbische Turmuhrenmuseum" eingerichtet. Im Obergeschoß gestaltete die Stadt den Silvestersaal.
 
Herz-Jesu-Kapelle
Das Englische Institut wurde 1701 von Herzog Maximilian Philipp von Bayern und seiner Gemahlin Mauritia Febronia gegründet. Die Klosterkirche, die erste dem "Herzen Jesu" geweihte Kirche im Bistum Augsburg, ist durch die kunstvolle und reichhaltige Innenausstattung ein sehenswertes Gotteshaus. Heute ist die "Maria Ward Realschule" ausgelagert, im Altbau verblieben Kloster, Hauskirche und das Internat.
 
Gruftkapelle
Auf dem ehemaligen Kirchhof bietet sich ein pittoreskes Ensemble mit der Gruftkapelle und dem Verbindungsgang vom Hl.-Kreuz-Kloster zur Kirche. Von Süden aus betrachtet erscheint die Doppelkapelle in gotischem Gewand. Doch von Norden aus zeigt sie einen reizvollen barocken Anbau mit breit geschweiften Voluten. Ihr Untergeschoss barg einst die Gebeine der Verstorbenen des Friedhofs während das Obergeschoss dem Erzengel Michael als Beistand der Sterbenden geweiht war. Nach 1700 wurde aus dem Beinhaus im Untergeschoss eine Wallfahrtskapelle zur Maria Schnee.
 
Liebfrauenkapelle
Unweit des Unteren Tores liegt die Liebfrauenkapelle, aufgrund ihrer einheitlichen frühbarocken Ausstattung ein Kleinod unter den vielen Kirchen und Kapellen Mindelheims. Östlich birgt ein eleganter Vorbau den "Fünf-Wunden-Brunnen" mit einem Erbärmde-Christus aus Bleiguss, dessen Wundmale das kleine Brunnenbecken mit Wasser versorgen. Die um 1360 entstandene Kapelle trägt auch den Namen "Sondersiechen" oder "Leprosenkapelle", als Hinweis auf jene ansteckend Kranken, die aus dem Stadtverband ausgesondert werden mussten. Um 1640 wurde aus Memmingen das berühmte Relief der Mindelheimer Sippe (um 1520) angekauft. Passend dazu schuf um 1645/50 der Bildhauer Georg Schenck weitere Reliefs und den Hochaltar mit der überaus feinen Madonna.
 
Herrgottsruhkapelle
Der Mindelheimer Benefiziat Johann Hörmele (Hermele) ließ 1718 die Herrgottsruhkapelle als Zielpunkt der ebenfalls durch ihn im Jahr 1723 angelegten Lindenallee mit den Kreuzwegstationen errichten. Im Inneren empfängt den Besucher ein freundlicher, heller Raum. Ziel und Mittelpunkt des kleinen Bauwerks ist der prächtige, rot-grau marmorierte Altar aus der Zeit um 1750. Zugang nur im Rahmen von Stadtführungen.
 
Katharinenkapelle
Auf dem Sattel des Katharinenbergs thront die Katharinenkapelle. Sie wurde 1606/07 durch Maria Fugger, eine Nichte Georgs II. von Frundsberg, zum Gedenken an ihre verstorbene Mutter, Katharina Schwarzenberg, errichtet. Der Platz vor der Kapelle gewährt einen der schönsten Blicke auf Mindelheim. Zugang nur im Rahmen von Stadtführungen.
 
Burgkapelle St. Georg
In der schlichten barockisierten  Burgkapelle St. Georg (nach Überlieferung von Herzog Ulrich von Teck 1370 erbaut) begegnen wir einer der vornehmsten spätgotischen Madonnen unserer Stadt. Diese anrührend schöne "hohe Frau" gibt Zeugnis vom Menschenbild und der Frömmigkeit des ausgehenden 15. Jhs. Zugang nur im Rahmen von Stadtführungen.
 
Kapelle Hl.-Geist-Spital
Die schlichte Hauskapelle befindet sich im Hl.-Geist-Spital - 1426 von den Herzögen von Teck als Hospital gegründet - in der Maximilianstrasse. Die Kapelle weihte man 1448 zu Ehren des hl. Geistes, der Apostel Petrus und Thomas und des Hl. Johannes des Täufers. Später erfolgte ein Umbau mit reich klassizistischer Fassade. Die stilistisch gelungene und dezent-vornehm wirkende Langfront ruht wie inmitten der umliegenden spitzgiebeligen Bürgerhäuser.
 
Maria-Schnee-Kapelle im Ortsteil Nassenbeuren
Die Wallfahrtskapelle Maria-Schnee, errichtet von Johann Rott und Thomas Schmid, wurde 1656 durch die Gemeinde in gemauerter Form verbessert und schließlich 1701-1703 in der heutigen stattlichen Form neu gebaut. Ein Besuch ist ein besonderes Erlebnis. Die reich ornamentierten Altäre und die originelle Bemalung der westlichen Empore um 1730/40 mit ihrem 'Sittenspiegel' sind eindrucksvoll. Christoph von Schmid hat hier den Text zum Weihnachtslied "Ihr Kinderlein kommet" gedichtet, als er von 1791-95 als Kaplan in Nassenbeuren gewirkt hat. Besichtigung bitte anmelden unter Tel. 08261-5939.

 



 

Hoch über der Stadt erhebt sich die weitläufige Anlage der Mindelburg. Mit wehrhaften Rundbastionen, Toren und Gräben, Vorburg und Hauptburg entspricht sie den Vorstellungen einer mittelalterlichen Burg.

Ehemals war sie Sitz unter anderem der Herzöge von Teck und der Familie Frundsberg, deren bekanntestes Mitglied Georg I. von Frundsberg, der "Vater der Landsknechte" war.

Die Innenräume sind zwar nicht zu besichtigen, doch ein Spaziergang in der ausgedehnten Burganlage mit dem tiefen Brunnen und dem Burgfried (geöffnet April bis Oktober) sind zu jeder Jahreszeit ein lohnendes Erlebnis.

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Mindelheim mit seinen fünf Museen zählt zu den museumsreichsten Städten Deutschlands. Im ehemaligen Jesuitencolleg ist seit 1986 das "Schwerpunktmuseum" des Bezirks Schwaben beheimatet. Es umfasst das Schwäbische Krippenmuseum, das Textilmuseum Sandtner-Stiftung, das Südschwäbische Archäologiemuseum und seit Juli 2012 die Carl-Millner-Galerie.

Das im Jahre 1903 gegründete Heimatmuseum befindet sich seit 1948 in den barocken Räumen des Franziskanerinnenklosters Hl. Kreuz. In der ehemaligen Silvesterkirche und deren 48 Meter hohem Turm zeigt das Schwäbische Turmuhrenmuseum etwa 50 Turmuhren aus der Zeit von 1562 bis 1978.

Zur Webseite der Mindelheimer Museen >>>

 

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