In den 1960 und 1970er-Jahren wurde verschiedene Orte rings um Mindelheim im Zuge der Gebietsreform zur Stadt Mindelheim eingemeindet. Gernstallmit Unggenried, Vogelhäuser, der Weihermühle und St. Georgenberg HeimeneggMindelaumit Jägersruh und Katzenhirn Nassenbeurenmit Lohhof und Wiesmühle OberauerbachUnterauerbachWesternachmit Bergerhausen und Doldenhausen Sankt Anna
 Die ehemalige Einödsiedlung Sankt Anna im Höselwang ist Mindelheims östlichster Punkt im Stadtgebiet. Die heutige, auch wieder viel besuchte Wallfahrtskapelle hat eine wechselvolle Geschichte hinter sich: Am 27. September 1514 gibt Heinrich IV. von Lichtenau, Bischof von Augsburg der Stadt Mindelheim und Adam von Frundsberg die Genehmigung, hier eine Kapelle zu bauen. Eine Legende berichtet, Georg I. von Frundsberg habe die Kapelle 1524 bauen lassen.
1536 soll die Kapelle erweitert worden sein, wo sich früh bereits eine rege Wallfahrts-Stätte entwickelt hat. Georg II. von Frundsberg veranlasste dann 1586 den Neubau eines so genannten Langhauses. 1599 erfolgte dann der Bau eines Glockentürmchens und einer Sakristei.
Ein Hochaltar und drei weitere Altäre befanden sich um 1638 in der Kirche, die im 30-jährigen Krieg durch die Schweden verwüstet wurde. Um 1651 gab es eine Neubelebung der Wallfahrt: Zwischen 20 und 30 „Kreuzer“-Wallfahrtszüge kamen nach Sankt Anna. Im 18. Jahrhundert sind Bau- und Ausstattungsarbeiten auch durch den Mindelheimer Bildhauer Franz Ignaz Buder verzeichnet. 1804 wurde die Kirche im Vollzug der Säkularisierung gesperrt und 1816 abgebrochen.
 1926 erfolge der Neubau der Votivkapelle Sankt Anna durch die Familie A. Schmidbauer vom Waldrestaurant „St. Anna“ sowie Stadt und Pfarrei Mindelheim. Das Waldrestaurant ist heute ein beliebtes Ausflugsziel, vor allem auch von Kurgästen aus Bad Wörishofen. |