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31.07.2010
 
 


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Die Krippe von Klosterwald | Drucken |


Die Krippe wird in diesem Jahr in der Pfarrkirche St. Stephan aufgestellt!

Seit 1938 wurde die Krippe in Klosterwald, einem 1995 aufgelösten Kloster der Maria-Ward-Schwestern bei Ottobeuren, aufgestellt.

Ende des 19. Jh. entstand die Mehrzahl der liebenswert naiven Figuren mit bekleideten Körpern aus Draht, Köpfen aus Ton sowie geschnitzten Händen und Füßen. Die Engel mit ihren Wachsköpfchen stammen noch aus den ersten Jahrzehnten des vorigen Jahrhunderts, der Biedermeierzeit.

Der Vater von Schwester Coelestine Markthaler aus Kettershausen, die am 15. November 1995 im Alter von 86 Jahren verstarb, erwarb die Krippe 1918. In dieser schweren Zeit der Inflation wechselte sie im Tausch gegen Naturalien den Besitzer. Die weitere Geschichte der Krippe läßt sich nicht mehr genauer ermitteln.

Die Krippe umfaßt Szenen aus dem alten und neuen Testament mit insgesamt etwa 160 Figuren. Dabei veranschaulichen gerade die alttestamentlichen Themen den großen heilsgeschichtlichen Rahmen, der die Geburt Jesu umfaßt.

In dieser Krippe werden folgende Szenen aus dem Alten Testament gezeigt:
Der Sündenfall Adams und Evas im Paradies - Abraham und Isaak - die Rückkehr der Kundschafter aus dem gelobten Land - Joseph wird von seinen Brüdern verkauft - die Erhöhung des ägyptischen Joseph im Prunkwagen - Moses im Binsenkorb - Ruth und Boas beim Ährenlesen - David und Goliath. Alle diese Szenen bezeugen das rettende und helfende Eingreifen Gottes im Laufe der Geschichte.

Die neutestamentlichen Szenen:
Geburt Jesu und Anbetung der Hirten - Zug der hl. Drei Könige - Anbetung der Könige - Flucht nach Ägypten - Bethlehemitischer Kindermord - Darstellung im Tempel, Haus Nazareth und Werkstatt des hl. Joseph - Hochzeit von Kanaa.

Altes und neues Testament werden seit den ersten christlichen Jahrhunderten aufeinander bezogen. Denn in vielen Ereignissen des alten Testaments erkannte man Hinweise auf ihre heilsgeschichtliche Erfüllung im neuen Testament. Z.B. wurden Adam und Eva auf Jesus und Maria bezogen. Die durch Adam dem Tod verfallene Menschheit ist durch den "neuen Adam" Jesus Christus, der aus der "neuen Eva" Maria geboren wurde, errettet. Deshalb wird in der Katholischen Kirche am 24. Dezember Adams und Evas gedacht.

Christian Schedler M.A.






Jesuitenkirche am Unteren Tor
Krippe Klosterwald in der
Jesuitenkirche am Unteren Tor
Krippe Klosterwald
Krippe Klosterwald
Krippe Klosterwald
Krippe Klosterwald