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Dienstag
07.02.2012
 
 


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Was tun bei Hitze? | Drucken |


Mit Hitze umgehen
Große Hitze belastet den Körper. Flüssigkeitsmangel, eine Verschlimmerung bestehender Krankheiten, Hitzekrämpfe und ein Hitzschlag können die Folge sein. Wir werden uns infolge der klimatischen Veränderungen in Zukunft auf wiederholt auftretende Hitzeperioden - definiert als meteorologische Situation ab einer gefühlten Temperatur von 32 Grad - einstellen müssen. Daher nachstehend Informationen über den Umgang mit Hitze.


Warnzeichen ernst nehmen

Kreislaufbeschwerden, Muskelkrämpfe, Bauchkrämpfe, Erschöpfungs- und Schwächegefühl können erste Zeichen für eine Hitzefolgekrankheit sein. Insbesondere Säuglinge und kleine Kinder sowie ältere Menschen und Personen mit eingeschränkter Anpassungsfähigkeit sind durch Hitze bedroht.

Dabei spielen Vorerkrankungen wie Diabetes, Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Erkrankungen des zentralen Nervensystems, die mit einer Demenz oder Einschränkung der körperlichen Bewegungsfähigkeit einhergehen, Medikamente, die auf den Wasserhaushalt oder Kreislauf wirken und Drogenkonsum (z.B. Alkohol, Koffein) eine besondere Rolle. Hilfebedürftigkeit und soziale Vereinsamung führen ebenfalls zu einer ungewollten Unterlassung kompensatorisch wirkender Maßnahmen.


Was kann man tun?
Ausführliche Informationen über Hitzefolgeerkrankungen und die zur Verminderung erforderlichen Maßnahmen vom Bayerisches Staatsministerium für Umwelt, Gesundheit und Verbraucherschutz finden Sie hier:

So schützen Sie Ihre Gesundheit bei heißen Temperaturen >>>

Wie Senioren gut durch die heißen Tage kommen >>>


Informationen für Pflegekräfte und Pflegepersonen
Ausführliche Informationen über Hitzefolgeerkrankungen und die zur Vermeidung erforderlichen Maßnahmen für die Zielgruppe des medizinischen Personals sind im Sommer 2004 im Epidemiologischen Bulletin des Robert-Koch-Instituts erschienen:

Hitzefolgekrankheiten (Bulletin Nr. 24/2004) Hitzefolgekrankheiten (Bulletin Nr. 24/2004) (154.52 KB)

Besonders zu empfehlen sind die Informationsmaterialien aus hessischen Gesundheitsämtern (Frankfurt, Wiesbaden), von denen Kassel die Maßnahmenkaskade bereits auf die DWD-Hitzewarnstufen bezieht:

Maßnahmen bei Warnstufe 1 Maßnahmen bei Warnstufe 1 (17.97 KB)

Maßnahmen bei Warnstufe 2 Maßnahmen bei Warnstufe 2 (18.43 KB)


Empfehlungen für Pflegekräfte und Pflegepersonen
vom Bayerisches Staatsministerium für Umwelt, Gesundheit und Verbraucherschutz.

Zu beachten sind natürlich alle Punkte, auf die Sie an sich selbst achten und die Sie an sich beobachten können. Insbesondere gilt:

►Achten Sie generell auf eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr (Pflegebedürftige und ältere Menschen haben oft ein mangelndes Durstgefühl, Kinder vergessen das Trinken)
►Trinken Sie gemeinsam mit Ihren Angehörigen
►Stellen Sie zu den Mahlzeiten ein Getränk bereit
►Erstellen Sie zur Übersicht einen Trinkplan
►Stellen Sie die Tagesmenge an Getränken sichtbar bereit
►Regelmäßige Gewichtskontrollen können auf Flüssigkeitsverluste aufmerksam machen
►Wenn Medikamente genommen werden, sollten Sie mit Ihrem Hausarzt gut absprechen, wie sich diese auf den Flüssigkeitshaushalt auswirken könnten
►Kontrollieren Sie bei großer Hitze täglich ggf. auch mehrmals die Körpertemperatur
►Vermeiden Sie an heißen Tagen größere Aktivitäten
►Beobachten Sie Ihre Angehörigen, Ihnen anvertraute Personen und Ihre Mitmenschen gut: ist ihr Verhalten auffällig, wirken sie verwirrt, wie ist die Gesichtsfarbe, klagen sie über Kopfschmerzen oder über ein anderes Symptom?
►Kühlende Waschungen und Einreibungen können hilfreich sein
►Sorgen Sie für kühle Zimmer


Hitzewarnung erhalten
Der Zeitverzug bis zum Auftreten von Hitzefolgeerkrankungen beträgt zirka drei Tage ab Einwirkung der Hitze. Um eine Hitzeperiode rechtzeitig zu erkennen, informiert der Deutsche Wetterdienst (DWD) täglich über die aktuellen Hitzewarnstufen für jeden Landkreis:

Hitzewarnungen des Deutschen Wetterdienstes >>>

Eine konkrete Belastungssituation kann sehr unterschiedlich sein. Insbesondere hinsichtlich lokaler Erwärmungsphänomene kann eine Hitzebelastung bereits früher eintreten als durch die aktuelle DWD-Karte ausgewiesen. Daher sollten die aufgeführten Maßnahmen, vor allem was die Ernährungsweise und Trinkmenge bzw. Flüssigkeits- und Elektrolytzufuhr betrifft, jeweils der konkreten Situation entsprechen - auch ohne Hitzewarnung.


Warnservice
Die Stadt Mindelheim bietet einen SMS-Wetterwarndienst an, über welchen die amtlichen Unwetterwarnungen des Deutschen Wetterdienstes aktuell zugestellt werden. Dies gilt auch für markante Wettergefahren wie Hitzewarnungen.

Beim SMS-Wetterwarndienst anmelden >>>