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Sachstand 09.05.2016

Die Stadt Mindelheim hat vom 22.08.2015 bis 29.01.2016 ein Auswahlverfahren gemäß Richtlinie zur Förderung des Aufbaus von Hochgeschwindigkeitsnetzen im Freistaat Bayern (Breitbandrichtlinie – BbR) vom 10. Juli 2014, Az.: 75-O 1903-001-24929/14 durchgeführt.

Das Ergebnis der vorgesehenen Auswahlentscheidung ist im nachfolgenden Dokument Bekanntmachung Breitband-Auswahlverfahren 25.02.2016 dargestellt.

Die Stadt Mindelheim führt im Rahmen der Richtlinie zur „Förderung des Aufbaus von Hochgeschwindigkeitsnetzen im Freistaat Bayern (Breitbandrichtlinie BbR)“ in der Fassung vom 10. Juli 2014 ein Verfahren zur Erschließung unterversorgter Gebiete mit schnellem Internet durch.

Das Verfahren gliedert sich in 13 Schritte.

Den aktuellen Verfahrensstand können Sie jeweils dem PDF-Dokument entnehmen, welches nachstehend zum Download zur Verfügung steht:

Sachstand 15.11.2014:
Die Stadt Mindelheim führt im Rahmen der Richtlinie zur „Förderung des Aufbaus von Hochgeschwindigkeitsnetzen im Freistaat Bayern (Breitbandrichtlinie BbR)“ in der Fassung vom 10. Juli 2014, Az.: 75-O 1903-001-24929/14 eine Markterkundung durch.

Siehe auch www.schnelles-internet-in-bayern.de

Die Anfrage zur Markterkundung wird nachfolgenden in den Dokumenten "Bekanntmachung Markterkundungsverfahren" und "Erschließungsgebiet" zum Download bereitgestellt.

Sachstand 20.08.2015:
Die Stadt Mindelheim hat vom 15.11.2014 bis 31.12.2014 eine Markterkundung gemäß Richtlinie zur Förderung des Aufbaus von Hochgeschwindigkeitsnetzen im Freistaat Bayern (Breitbandrichtlinie – BbR) vom 10. Juli 2014, Az.: 75-O 1903-001-24929/14 durchgeführt. Das Ergebnis des Markterkundungsverfahrens ist im nachfolgenden Dokument "Ergebnis der Markterkundung" dargestellt.

Sachstand 09.05.2016

Die Stadt Mindelheim hat vom 22.08.2015 bis 29.01.2016 ein Auswahlverfahren gemäß Richtlinie zur Förderung des Aufbaus von Hochgeschwindigkeitsnetzen im Freistaat Bayern (Breitbandrichtlinie – BbR) vom 10. Juli 2014, Az.: 75-O 1903-001-24929/14 durchgeführt.

Das Ergebnis der vorgesehenen Auswahlentscheidung ist im nachfolgenden Dokument Bekanntmachung Breitband-Auswahlverfahren 25.02.2016 dargestellt.

Der Freistaat Bayern stellt im Rahmen seiner Richtlinie zur Förderung des Aufbaus von Hochgeschwindigkeitsnetzten (Bayerische Breitbandrichtlinie – BbR) den bayerischen Städten und Gemeinden Finanzmittel in Höhe von 1,5 Milliarden Euro zur Verfügung.

Zielsetzung des Förderprogramms ist der sukzessive Aufbau von hochleistungsfähigen Breitbandnetzen (Netze der nächsten Generation, NGA-Netze) mit Übertragungsgeschwindigkeiten von mindestens 50 Mbit/s im Download. Die Stadt Mindelheim hat hierfür Erschließungsgebiete auszuweisen, welche von den Ausbaumaßnahmen profitieren sollen. Bei der Ausweisung entsprechender Gebiete ist darauf zu achten, dass in diesen Bereichen noch keine hochbitratige Breitbandversorgung besteht und auch die nächsten (drei) Jahre mit keiner eigenwirtschaftlichen Erschließung eines Investors zu rechnen ist.

Durch den angestrebten Ausbau muss von Seiten des Telekommunikationsanbieters eine wesentliche Verbesserung der Breitbandversorgung (mind. Verdoppelung der Up- und Downloadraten) gewährleistet sein; in jedem Fall sind im kompletten Erschießungsgebiet Geschwindigkeiten von mind. 30 Mbit/s zu garantieren.

Gegenstand der Förderung sind in diesem Zusammenhang die Ausgaben der Stadt in Form von Zuschüssen an private oder kommunale Betreiber öffentlicher Telekommunikationsnetzte zur Schließung der Wirtschaftlichkeitslücke für Investitionen in deren Breitbandinfrastruktur. Das staatliche Fördervolumen beträgt für die Stadt Mindelheim hierbei 60 % des kommunalen Zuschusses max. 670.000 Euro.

Bis zum Start der Ausbaumaßnahmen sind entsprechend der Breitbandförderrichtlinie einige Verfahrensschritte zu durchlaufen. Diese gliedern sich wie folgt:

  1. Grundlagenermittlung (Vorgespräche, Zieldefinition, Bestandsaufnahme der Versorgungs-Ist-Situation)
  2. Markterkundung Teil 1 (Definition eines vorläufigen Erschließungsgebiets)
  3. Markterkundung Teil 2 (Bestands- und Ausbauabfrage der Netzbetreiber, Veröffentlichung des Ausschreibungstextes)
  4. Markterkundung Teil 3 (Wertung der Angebote, Bekanntmachung des Ergebnisses der Markterkundung)
  5. Auswahlverfahren Teil 1 (Definition der Erschließungsgebiete)
  6. Auswahlverfahren Teil 2 (Veröffentlichung des Ausschreibungstextes)
  7. Auswahlverfahren Teil 3 (Wertung der Angebote, Bekanntmachung des Ergebnisses des Auswahlverfahrens)
  8. Entscheidung über die Umsetzung des Breitbandausbaus (è Stadtratsbeschluss)
  9. Förderantrag (Stellung des Förderantrags bei der Regierung von Schwaben)
  10. Kooperationsvertrag (Einreichung des Vertragsentwurfs bei der Bundesnetzagentur, Vertragsabschuss)
  11. Fördersteckbrief (Veröffentlichung von Eckdaten des Ausbaus und der Förderung)
  12. Breitbandausbau (bauliche Ausführung)
  13. Inbetriebnahme und Dokumentation der neuen Breitbandinfrastruktur (Anschluss ans Netz, Projektbeschreibung)

„Breitband“ steht als übergeordneter Begriff für die schnelle Datenübertragung im Internet. Es existiert keine eindeutige Definition, ab welcher Geschwindigkeit eine breitbandige Verbindung besteht. Die Internationale Fernmeldeunion (ITU) definiert einen Dienst oder ein System als breitbandig, wenn die Datenübertragungsrate über 2 Mbit/s hinausgeht. Der Breitbandatlas des Bundeswirtschaftsministeriums hingegen spricht von einem Breitbandzugang, wenn die Download-Datenrate mehr als 128 kbit/s beträgt.

Unter „Download“ versteht man das Holen von Daten von einem Server. „Upload“ bezeichnet dagegen das Senden von Daten an einen Server oder einen anderen Rechner im Internet. Häufig sind die Internetzugänge „asymetrisch“ (ADSL), d. h., die maximalen Down- und Uploadraten unterscheiden sich, wobei die Download-Datenraten in der Regel deutlich größer sind.

Entscheidend für den Anwender ist, dass ein Breitbandinternetzugang eine Datenübertragung ermöglicht, die einem Vielfachen der Geschwindigkeiten älterer Zugangstechniken wie der analogen Modemeinwahl oder ISDN (digital) entspricht (sog. Schmalbandzugänge). Eine (Download-) Datenübertragungsrate von 2 bis zu 6 Mbit/s darf heute als Stand der Dinge angesehen werden. Dieser Übertragungsrate dürfte sich allerdings alsbald als nicht mehr ausreichend herausstellen. Der Trend zeigt klar in Richtung immer höherer Geschwindigkeiten, da nicht zuletzt auch die Anwendungen immer komplexer werden. Dies ist vergleichbar mit der Entwicklung von PC`s deren Prozessorleistungen ebenfalls laufend deutlich steigen.

Die Nutzung und Anwendungsbereiche von Breitbandanschlüssen sind vielfältig. Grundsätzlich lassen sich hierbei drei Anwendergruppen unterscheiden. Dazu geben die nachfolgenden Unterkapitel einen kurzen Überblick:

Private Nutzer
Der private Nutzer nimmt immer mehr Angebote in Anspruch, bei denen er Musik oder Videos aus dem Netz laden beziehungsweise selbst Videos ins Netz stellen kann. Nicht nur Jugendliche nutzen diese Form der Unterhaltung. Der Erfolg von Internetseiten wie „myvideo.de“ oder „youtube.com“ zeigt, wie schnell sich die Verbraucher die neuen Anwendungsmöglichkeiten zu Eigen gemacht haben. Zudem hat Onlinebanking auch bei Privatleuten stark an Zuspruch gewonnen. Reise- und Hotelbuchungen im Internet sind für viele Touristen eine Selbstverständlichkeit. Nirgendwo anders lassen sich Angebote schneller, detaillierter und einfacher miteinander vergleichen. Die Deutschen haben sich darüber hinaus zu einem Volk von Internethändlern entwickelt. In keinem Land ist eBay so erfolgreich wie bei uns. Auch die Mediennutzung ändert sich. Zeitungen und Fernsehsendungen können zeitunabhängig in Mediatheken abgerufen werden, wozu hohe Zugangsbandbreiten erforderlich sind.

Gewerbliche Nutzer
Viele Handelsunternehmen betreiben inzwischen neben dem traditionellen Ladengeschäft auch den Onlinehandel- Tendenz steigend. Bestellvorgänge zwischen Lieferanten und Kunden laufen heute häufig schon über das Internet ab. Versender und Postdienstleister nutzen die Technologie zur Verfolgung von Warenlieferungen. Aktualisierungen von Software sind fast ausschließlich über das Netz zu bekommen. Fehlt die schnelle Datenverbindung, sind stundenlanges Warten und die Bindung von Kapazitäten die Folge. Ohne Breitband hätte man keine Onlineroutenplaner. Der Anzeigenmarkt für Arbeitsplätze, Autos oder Immobilien ist heute überwiegend im Internet zu finden, mit allen Komfort und zahlreichen Bildern. Es ließen sich noch Dutzende andere gewerbliche Anwendungsmöglichkeiten aufzählen, die erst durch Breitband ihren großen Nutzwert entwickeln.

Öffentliche Nutzer
Die öffentliche Verwaltung setzt die elektronische Kommunikation in immer mehr Bereichen ein. Die elektronische Steuererklärung „Elster“ ist vielen Steuerzahlern schon vertraut. Selbstständige müssen ihre Umsatzsteueranmeldung heute schon verpflichtend auf elektronischem Wege vornehmen. Das gesamte Meldewesen wird durch das Herunterladen von Formularen beschleunigt, was manchen Gang zur Behörde überflüssig macht. Auch Daten für die Sozialversicherung werden heute bereits in großem Umfang per Datenleitung übermittelt. E-Government, also das Regieren und Verwalten über elektronische Medien, wird weiter zunehmen.